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Die fünf Ebenen des Heilens sind ein Modell von Dr. Dietrich Klinghardt und soll das Verständnis über die Heilarbeit vertiefen und mögliche Behandlungsmethoden erklären. Die folgenden Erläuterungen sind aus einem Vortrag von Dr. Klinghardt zusammengefasst.
Es ist unbestritten, dass wir (Menschen) in verschiedenen Dimensionen existieren bzw. dass wir den verschiedensten Einflüssen ausgesetzt sind. Ein isoliertes Dasein gibt es nicht und wäre auch gar nicht möglich.
Zwischen den verschiedenen Ebenen gibt es lebendige und tiefgehende Verbindungen. Wenn wir sterben, bleibt zwar der physische Körper zurück, aber es scheint so, als ob doch noch etwas weiter existieren würde. Das war schon in den frühen Kulturen allgemein akzeptiert, aber auch wir sprechen heute von der Unsterblichkeit der Seele.
Ebene 1
Die unterste und dichteste Ebene ist unser physischer Körper. Er bildet die Grundlage, auf der alles andere ruht. Wir können ihn sehen, spüren, anfassen, riechen, hören, schmecken und fühlen. Er zeigt uns sein Vorhandensein in vielfältigster Form und manchmal ist er uns auch lästig. Er stellt die Verbindung zur Erde dar und ist die Quelle physischer Energie. Er besteht aus Haut und Haaren, Muskeln, Knochen, den Organen, den Blutgefäßen und den Nervenbahnen (als Leiter). Der physische Körper besteht im Wesentlichen aus Strukturen (groß, dick, schlank) und aus biochemischen Stoffwechselabläufen. Es gelten die Gesetze der Mechanik und der Chemie.
Als Untersuchungsmethode der Ebene 1 sind alle körperlichen Untersuchungen angebracht (abtasten, abhören, klopfen, röntgen, CT, MRT, Laboruntersuchungen). Zu den Behandlungsmethoden gehören z. B. das Pflaster, der Verband, der Gips, die Operation, die Chiropraktik, die Massage. Wir können Medikamente, Heilkräuter und Säfte einnehmen oder uns bestrahlen lassen. Der Behandler gibt Spritzen, Tabletten, Injektionen oder Infusionen.
Auf der ersten Ebene liegt der Schwerpunkt der Schulmedizin.
Ebene 2
Die nächste Ebene ist unser elektrischer Körper oder unser Energiekörper. Darunter sind alle elektrischen Aktivitäten im Nervensystem und in den Membranen der Zellen zu verstehen. Unsere Nerven organisieren die gesamte Mechanik und sind für Reize in allen Richtungen verantwortlich. Diese Nervenstränge verlaufen in unserem Körper hauptsächlich in der Längsachse, also von oben nach unten oder umgekehrt. Die Nervenspannung breitet sich als Feld entlang dieser Nerven aus. Dieses Magnetfeld nimmt zwar an Stärke ab, je weiter es sich vom Ursprung entfernt, theoretisch weitet es sich aber bis ins Unendliche aus. Es ist dann nicht mehr messbar, aber trotzdem noch wirksam.
Jeder von uns strahlt also ein bestimmtes (veränderbares) Magnetfeld in die Unendlichkeit aus und es ist die logische Konsequenz, dass wir hierdurch mit allem, was in der Schöpfung existiert, unfreiwillig verbunden sind. Dadurch beeinflussen wir bzw. werden beeinflusst.
Auf dieser Ebene haben wir unsere Gefühle, unsere Aufmerksamkeit, unser Wohlbefinden und unser Wachsein.
Im alternativen Bereich gehören zur zweiten Ebene die Chakren, die Aura, die Meridiane. Sensible Menschen sehen oder spüren diese Erscheinungen oder sie manifestieren sich über den Muskeltest.
Erfahren wird die zweite Ebene durch Gefühle der Angst, der Bedrängnis oder der Verkrampfung, aber durch Freude und Lebenslust. Allerdings wirken die positiven Gefühle weit weniger als die negativen auf unser System.
Ebene 3
Der nächst „höhere“ Körper ist unser Mentalkörper. Dieser Körper ist nun nicht mehr zwei- oder dreidimensional, sondern multidimensional und erstreckt sich in die Unendlichkeit². Der Mentalkörper ist zwar noch erfahrbar, aber nicht mehr messbar. Er umgibt unseren Körper wie ein Feld - wir sprechen vom Mentalfeld.
Hier ist der Ort, wo die tiefste Schicht unserer Gedanken angeordnet sind. Ebenso sind hier die einschränkenden und freimachenden Glaubenssätze lokalisiert und hier entstehen unsere Gedanken und Gefühle. Aber auch von außen kommende Ideen und Gefühle werden hier aufgenommen und werden zum Teil einer unsichtbaren Bibliothek, auf die jeder Zugriff hat. Hier ist die Ebene der psychischen Probleme, aber auch der psychischen Gesundheit. Jedes einzelne unserer Gefühle wird durch eine Wahrnehmung oder einen Gedanken oder eine Kette von Gedanken ausgelöst.
Wir sind aber nicht nur vom eigenen Mentalfeld umgeben, sondern auch vom Feld der Familie, des Arbeitsplatzes, des Wohnortes, des Landes usw. Das mentale Feld kann uns krank oder gesund machen. Krankheiten auf dieser Ebene erfordern andere Eingriffe als zum Beispiel ein gebrochener Fuß auf der ersten Ebene.
Als Therapien wirken u.a. die Homöopathie, die Psychotherapie, Bachblüten und andere Blütenessenzen. Die Psychokinesiologie und die Mentalfeldtherapie bieten ausgezeichnete Therapieansätze.
Ein besonderes Phänomen des Mentalkörpers ist, dass er in der Lage ist, im Raum gespeicherte Informationen abzurufen. Wenn wir annehmen, dass alles, was gesagt und gedacht wird, sich im Raum als Schwingung manifestiert und ausbreitet, braucht es nur der Fähigkeit, diese unermessliche Informationsquelle anzuzapfen. Im Mentalfeld befindet sich also alles Wissen der Welt, alle positiven und negativen Gedanken. Dazu gehören sowohl die eigenen Gedanken als auch die der Vorfahren, die uns dann in unseren Glaubenssätzen wieder einholen.
Ebene 4
Die vierte Ebene ist der intuitive Körper oder der Traumkörper. Es ist die Ebene der Symbole. Auf der tiefsten Ebene arbeitet unser Gehirn mit Symbolen, aus denen Bilder entstehen, die wiederum durch das Filter der Glaubenssätze in Gefühle und Gedanken übersetzt werden.
Diese Ebene steht über Geist und Sprache. Hier ist das Zuhause von Nahtoderfahrungen, Vorleben, Archetypen (Grunderfahrungen), spiritueller Besessenheit, aller ekstatischen Zustände, von Karma und ungelösten Familienverstrickungen, von Besetzungen (von Lebenden oder Verstorbenen), von allen negativen Energien.
Es ist die letzte Ebene, die einen Austausch mit einem Behandler erfordert.
Alle unsere Träume geschehen auf dieser Ebene. Diese Ebene erfahren wir zum Beispiel in unseren Träumen oder in der Meditation. Man ist hier in der Lage, blitzschnell den Körper zu wechseln, sich zum Beispiel in ein Tier oder eine Pflanze, in andere Personen oder auch in Gegenstände zu verwandeln. Man kann auch seinen Körper verlassen und sich auf eine „Astralreise“ begeben.
Unsere Erfahrungen auf dieser Ebene sind alle medialen Zustände, alle Trancezustände, wobei die Trance nicht unbedingt ein völliges Wegtreten bedeuten muss. In negativer Weise belasten uns hier die Besetzung, der Fluch und alle negativen Geister.
Auf dieser Ebene sind die Phänomene nicht mehr verstehbar und nicht mehr erklärbar, aber deutlich erfahrbar. (Wir spüren die Energie eines Verstorbenen ganz deutlich im Raum, wir spüren und sehen Wesen, die für andere nicht existent sind. Man weiß, dass es die Wahrheit ist, weil man es ja selbst erlebt hat, es ist aber nicht jedem vermittelbar und oft auch nicht beschreibbar.) Ebene 5
Die fünfte Ebene ist die Seelenebene, dort ist unser Seelenkörper. Der Seelenkörper hat keine Begrenzungen mehr nach außen. Die einzige Beziehung , die hier existiert, ist die zur geistigen Welt, zu den Engeln, zu Schutzengeln, zum geistigen Führer und letztendlich zur Göttlichkeit. Auf dieser Ebene können wir (als Therapeut) nicht mehr eingreifen, ja es wäre sogar vermessen und kontraproduktiv und einfach falsch. Die fünfte Ebene ist die Ebene der Selbstheilung.
Unsere Erfahrung auf dieser Ebene ist die tiefe stille Freude, die man empfindet, wenn man in diese Ebene eintritt bzw. Kontakt zu den dortigen Energien hat. Hier findet das echte Gebet, die wahre Meditation und Kommunikation mit Gott statt. Das aber kann nur jeder für sich allein bewirken.
Die Behandlung auf dieser Ebene ist die Sache des Patienten selbst. Der Behandler hat nicht das Recht, hier einzugreifen und zu stören. Nach einer Behandlung auf dieser Ebene wäre es vielleicht angebracht, eine dankbare Haltung einzunehmen, zu beten oder zu meditieren.
Zusammenfassung:
Dieses vertikale Heilsystem kann eine wertvolle Grundlage für das Verständnis sein, was ganzheitliche Medizin bedeutet. Jede Ebene hat ihre eigene Ordnung und Gesetze, die verstanden werden müssen. Jede Ebene hat einen organisierenden Einfluss auf die darunter liegende. Jede Intervention auf einer bestimmten Ebene ist an sich schon sinnvoll und wirkungsvoll, wenn aber auf einer höheren Ebene gearbeitet wird, ist die Heilung umfassender, tiefgreifender und anhaltender.
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